Es besteht ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Regen die PV-Module ausreichend reinigt. Tatsächlich ähnelt die Verschmutzungsproblematik der Reinigung eines Autos, bei dem Regen nur lose Schmutzpartikel abwäscht, jedoch nicht alle Rückstände entfernt.
Die Effektivität des Regens als „Reiniger“ hängt maßgeblich vom Neigungswinkel der Module ab:
Flach geneigte Module (weniger als 10°): Hier kann Regen kaum Ablagerungen wegspülen, da das Wasser schlecht abläuft. Staub, Pollen und organische Stoffe verbleiben auf der Oberfläche.
Module mit mittlerer Neigung (10° bis 30°): Teilweise wirksamer, aber auch hier bleiben hartnäckige Verschmutzungen, wie Vogelkot oder Insektenreste, häufig bestehen.
Steil geneigte Module (> 30°): Regen kann lose Schmutzpartikel relativ gut abtragen, dennoch bleiben Flecken durch mineralische Ablagerungen und biologische Verschmutzungen bestehen.
Wie beim Auto sammelt sich somit mit der Zeit Schmutz, der die Leistung mindert und durch längere Verweildauer schwerer zu entfernen ist. Nur eine gezielte Reinigung kann den ursprünglichen Wirkungsgrad dauerhaft sicherstellen.