Lohnt sich eine professionelle Photovoltaikreinigung wirklich?
Ein Artikel von: Sonnenglanz Photolvoltaikreinigung (10.05.2024)
Die Entscheidung, ob eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) professionell gereinigt werden sollte, ist für Anlagenbetreiber von zentraler Bedeutung. Neben der Erhaltung der Leistungsfähigkeit spielt auch der Schutz der Investition eine wichtige Rolle. Im Folgenden werden die wesentlichen Gründe für eine professionelle Reinigung, die Risiken einer unsachgemäßen Durchführung sowie die gängigen Reinigungsverfahren und deren Wirkungsweise ausführlich erläutert.
1. Die Notwendigkeit professioneller Reinigung, Fachwissen und Ausrüstung
Die Reinigung einer PV-Anlage ist keine einfache Aufgabe und darf keinesfalls von Laien ohne entsprechende Ausbildung und Erfahrung durchgeführt werden. Die Arbeit an Dachanlagen birgt erhebliche Gefahren durch Absturzrisiken, insbesondere bei geneigten oder großen Dachflächen. Nur geschultes Fachpersonal verfügt über die notwendige Sicherheitsausrüstung und Kenntnis der Sicherheitsvorschriften. Darüber hinaus ist für eine schonende und wirkungsvolle Reinigung eine speziell angepasste Ausrüstung erforderlich. Dazu zählen: - Gerüste oder Steiggerüste mit Absturzsicherungen - Hochdruckreiniger mit Druckregulierung - Weiche, rotierende Bürstenaufsätze - Osmose-Wassersysteme zur chemiefreien Reinigung - Reinigungsroboter für große Anlagen Ohne diese professionelle Ausrüstung besteht die Gefahr, die empfindlichen Module zu beschädigen oder die Reinigung nur unzureichend durchzuführen.
2. Gängige Reinigungsverfahren im Überblick
Rotierende Bürsten : Dieses Verfahren kommt meist bei manueller Reinigung zum Einsatz. Die rotierenden Bürsten sind mit weichen Borsten ausgestattet, die den Schmutz mechanisch entfernen, ohne die Glasoberfläche zu zerkratzen. Dabei wird oft Osmosewasser eingesetzt, um die Verschmutzungen schonend zu lösen.
Reinigungsroboter: Moderne Anlagen, insbesondere großflächige Solarparks, werden zunehmend mit automatisierten Reinigungsrobotern gereinigt. Diese Geräte arbeiten effizient, minimieren die Ausfallzeiten und gewährleisten eine gleichmäßige Reinigung. Die Roboter sind meist mit Bürsten oder Wasserzerstäubern ausgestattet und werden mit Osmosewasser betrieben, um chemiefreie Reinigung sicherzustellen.
Osmoseverfahren: Das Osmoseverfahren beruht auf der Nutzung von entmineralisiertem, chemiefreiem Wasser, das frei von Kalk und anderen Rückständen ist. Osmosewasser verhindert Kalkflecken und reinigt die Module besonders gründlich, ohne Spuren oder Rückstände zu hinterlassen. Es wird sowohl bei manueller Reinigung als auch bei Robotertechnik eingesetzt.
3. Risiken bei unsachgemäßer Reinigung – das Problem mit „normalem“ Wasser
Werden PV-Module ohne Osmosewasser gereinigt, zum Beispiel mit Leitungswasser, können mineralische Rückstände entstehen, die sich als unschöne Kalkflecken auf der Glasoberfläche absetzen. Diese Rückstände wirken wie eine zusätzliche Verschmutzung und mindern die Lichtdurchlässigkeit. Zudem kann „normales“ Wasser die Verschmutzung durch das Verreiben eher verschmieren, anstatt sie zu entfernen.
4. Warum Regen die Reinigung nicht ersetzt – Vergleich mit dem Auto
Es besteht ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Regen die PV-Module ausreichend reinigt. Tatsächlich ähnelt die Verschmutzungsproblematik der Reinigung eines Autos, bei dem Regen nur lose Schmutzpartikel abwäscht, jedoch nicht alle Rückstände entfernt. Die Effektivität des Regens als „Reiniger“ hängt maßgeblich vom Neigungswinkel der Module ab: Flach geneigte Module (weniger als 10°): Hier kann Regen kaum Ablagerungen wegspülen, da das Wasser schlecht abläuft. Staub, Pollen und organische Stoffe verbleiben auf der Oberfläche. Module mit mittlerer Neigung (10° bis 30°): Teilweise wirksamer, aber auch hier bleiben hartnäckige Verschmutzungen, wie Vogelkot oder Insektenreste, häufig bestehen. Steil geneigte Module (> 30°): Regen kann lose Schmutzpartikel relativ gut abtragen, dennoch bleiben Flecken durch mineralische Ablagerungen und biologische Verschmutzungen bestehen. Wie beim Auto sammelt sich somit mit der Zeit Schmutz, der die Leistung mindert und durch längere Verweildauer schwerer zu entfernen ist. Nur eine gezielte Reinigung kann den ursprünglichen Wirkungsgrad dauerhaft sicherstellen.
Fazit
Eine professionelle PV-Reinigung lohnt sich aus mehreren Gründen: Sie sichert die maximale Leistungsfähigkeit, schützt die Anlage vor Schäden und verhindert nachhaltigen Ertragsverlust. Die Arbeit sollte stets von erfahrenem Fachpersonal mit spezieller Ausrüstung durchgeführt werden. Dabei ist die Verwendung von Osmosewasser unverzichtbar, um Rückstände und Kalkflecken zu vermeiden. Regen ersetzt keine Reinigung, da er nur lose Verschmutzungen entfernt und der Neigungswinkel der Module die Wirksamkeit stark beeinflusst.
Für Anlagenbesitzer
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